Roadtrip durch Australien

Ich habe mich der Herausforderung gestellt und bin mit einem Van quer durch Australien gefahren. 3700km von Perth im Westen nach Melbourne im Südosten.

 

Reiseroute für Australien | 1 Woche(n) | veröffentlicht am 6. November 2018

 

1. Reisetag  |  Perth - Coolgardie  |  Übernachtung im Camper

Endlich geht es los! Ich habe das Fahrzeug abgeholt und bin gestartet. 3728km liegen vor mir, ich habe 7 Tage , um das Auto von Perth nach Melbourne zu bringen. Beim nächsten Aldi kaufe ich ein, fülle den Kühlschrank und es geht los. Aldi? Genau, Aldi! Der Discounter hat in Australien Fuß gefasst und bietet günstiges Einkaufen für Jedermann an. Ich fahre mit wenigen kurzen Stops durch und halte in Coolgardie, einem kleinen Ort im Outback. Mir wurde geraten, nicht bei Dunkelheit zu fahren, was nachvollziehbar ist. Immer wieder sieht man Känguru- Kadaver an der Strecke liegen, die anscheinend nicht auf den Verkehr geachtet haben. Die Straßen im Outback sind ja nicht beleuchtet, also schaut jeder, dass er möglichst bald nach Einbruch der Dunkelheit irgendwo stehen blieben kann. Nur die Kängurus nicht. Hmm. Es heißt immer, dass es hier so viele geben soll. Außer den Dutzenden überfahrenen habe ich bisher noch keins gesehen. Aber ich habe noch paar Kilometer Zeit. Ich finde hier in Coolgardie einen Stellplatz und geselle mich zu vier anderen Campern. An schlafen ist jedoch kaum zu denken, denn ich habe mir gegen 18:00 meinen dritten Kaffee des Tages gegönnt und ich reagiere recht stark darauf. Außerdem ist es heiß und stickig in meinem Van, so dass ich kaum atmen kann. Es kommt mir zumindest so vor. Also Schiebetür auf, Fenster auf und lüften. Da ich in Australien bin, wo jedes Lebewesen einen töten will und auch kann, ziehe ich es dann doch vor, lieber mit geschlossen Türen und Fenstern zu schlafen. Außerdem habe ich noch nie gehört, dass jemand im Auto beim Schlafen erstickt ist und bin ich guter Dinge, morgen auch wieder aufzuwachen…

2. Reisetag  |  Coolgardie - Roadhouse im Outback  |  Roadhouse irgendwo im Outback

Irgendwann bin ich dann eingeschlafen und nachts wieder aufgewacht, weil ich gefroren habe?! Glücklicherweise lag die Decke griffbereit und rettete mich vor dem Erfrierungstod. Die Nacht war kurz, denn gegen 7 bin ich bereits aufgewacht und bin topfit. Ich brauche eine Dusche! An der nächsten Tankstelle tanke ich und hole mir einen Kaffee für $4,50– (oh mann ich glaube, ich muss mir hier wohl das Kaffee trinken abgewöhnen…) und fahre los. Immer weiter durch das riesige Outback; Büsche und Steppe, soweit das Auge reicht. Um genau 8:31 Uhr ist es soweit: ich sehe mein erstes lebendes Känguru. Es hat mich wohl gehört und sucht möglichst schnell das Weite. Da ich nicht riskieren will, meinen kostbaren $4,50 Kaffee umzuwerfen, greife ich gar nicht erst nach dem Smartphone und lasse es hopsen. Es kommen bestimmt noch welche… (Den weiteren Text für diesen Tag findest du im Blogbeitrag von Viktor)

3. Reisetag  | Roadhouse im Outback - Ceduna  |  Ceduna Shelly Beach Caravan Park

Zum Frühstück eine Scheibe von dem immer trockeneren Brot mit Wurst und den letzten Tomaten mit einem Schluck Wasser. Danach eine Dusche, während der ich die Spinne über mir keine Sekunde aus den Augen lasse. Meine letzte Waffel verputze ich irgendwann später mit einem Kaffee für $5,60. Es wird teueer… Habe ich schon erwähnt, dass ich hier aufhören sollte, Kaffee zu trinken? Es wird ein langer Tag! Ein sehr langer Tag! Das Outback ist riesig. Nicht nur einfach so riesig, sondern wirklich R I E S I G ! Unvorstellbar riesig! Wenn man bedenkt, was für einen winzigen Teil ich von Australien befahren habe, ich aber 2 Tage lang unterwegs war…. Keine Städte, keine Dörfer. Stunden über Stunden, einfach NICHTS… Der absolute Wahnsinn! (Den weiteren Text für diesen Tag findest du im Blogbeitrag von Viktor)

4. Reisetag  |  Ceduna - Adelaide  |  Parkplatz von Woolworth Adelaide

Welch Überraschung, auch heute fahren und fahren und fahren. Büsche, Hügel; Hügel, Büsche, dann wieder Dutzende toter Kängurus, Road Trains und das lässige Winken zum Gegenverkehr. So verläuft mein Tag heute. Es entstehen weitere schöne Fotos und Videos. In Ceduna habe ich aber meinem Kühlschrank wieder auffüllen können und mir Fertig- Capuccino besorgt, den ich mit heißem Wasser aufbrühen kann. Somit muss ich doch nicht aufhören Kaffee zu trinken. Schmeckt allerdings etwas „sandig“, aber egal. Kaffee ist Kaffee. Einige Kilometer vor Adelaide dann die Sensation: ich habe wieder eine dauerhafte Verbindung zur Außenwelt und meine Freundin und ich feiern das erst mal mit 2,5 Stunden nonstop WhatsApp- Telefonat. Es gibt viel zu erzählen: von riesigen Funklöchern, Büschen, Hügeln, winkenden Autofahrern und nicht zuletzt toten Kängurus… Da ich in den letzten Nächten meines Erachtens zu viel Geld für simple Stellplätze ausgegeben habe, entscheide ich mich, heute „wild“ zu übernachten. In der Einfahrt von Adelaide sehe ich einen Camper Park . Dieser wirbt mit „Cheap Rates“, was für sich für mich erst mal ganz interessant anhört und ich entscheide, doch noch mal einen Versuch zu wagen. Also abbiegen, Van abstellen und die nette Dame an der Rezeption nach dem Preis fragen. Sie nennt ihn, ohne mit der Wimper zu zucken: $37 für eine Nacht. Wow! „Cheap rate“ hört sich für mich anders an und ich versuche, cool und entspannt zu wirken. Immerhin bis zu 2 Personen. Das bringt mir leider herzlich wenig, denn ich bin nicht 2 Personen. Ich verspreche ihr, im Auto nach meinem Geldbeutel zu schauen und suche das Weite. Zwei Stunden später liege ich in meinem Van auf dem Parkplatz von Woolworth Adelaide und hoffe, dass das als „öffentlicher Parkplatz“ durchgeht. Falls nicht, werde ich heute Nacht eventuell Bekanntschaft mit den Officers des Adelaide Police Department schließen. Ich bin gespannt…

5. Reisetag  |  Adelaide - McArthur  |  McArthur Camping

Die Nacht war nichts, ich habe total schlecht geschlafen. Wahrscheinlich war ich einfach zu angespannt und bei jedem Geräusch sofort hellwach. Aber ich wurde aber immerhin nicht von der Polizei geweckt. Entweder, es zählt als öffentlicher Parkplatz oder ich hatte einfach nur Glück und wurde nicht als „Wildparker“ erkannt. Der große Nachteil, wenn man in der Stadt auf einem Parkplatz übernachtet: es gibt keine Toiletten. Nachts kann man ja unauffällig an einen Busch stehen. Morgens, wenn Menschen draußen sind, klappt das dann nicht ganz so einfach. Wenn man aber morgens aufwacht, WEIL man aufs Klo muss, macht das die ganze Angelegenheit gleich noch viel komplizierter und dramatischer! Der große Vorteil, wenn man auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums übernachtet, ist der, dass es in Einkaufszentren Toiletten gibt. Andererseits bringt das einem nichts, wenn es wie heute Sonntag ist. Aber ich habe Glück im Unglück, denn Woolworth hat hier sonntags von 7 – 9 Uhr geöffnet, was auch die vielen Autos auf dem Parkplatz erklärt und schaffe es gerade noch rechtzeitig zu den Toiletten…. (Den weiteren Text für diesen Tag findest du im Blogbeitrag von Viktor)

6. Reisetag  |  McArthur - Melbourne  |  Shopping Center Melbourne

Eigentlich ist schon Tag 7, aber gestern Abend war ich nicht in der Stimmung, zu schreiben. Am letzten Tag meines Roadtrips bin ich den kleinen Umweg über die spektakuläre Great Ocean Road, die sich dicht am windgepeitschtenSüdlichen Ozean entlangschlängelt, gefahren. Sie erstreckt sich über 400 Kilometer von Torquay bis nach Nelson an der Grenze zu South Australia. Da es so viele schöne Spots gibt, an denen man halten, die spektakuläre Aussicht genießen und an diversen Strandabschnitten entspannen kann, sollte man eigentlich alleine für diesen Teil mehrere Tage einplanen. Ich habe leider nur einen halben Tag Zeit und beschränke mich deshalb auf 2-3 Spots, unter anderem die „Twelve Apostles“, bis zu 60 Meter hohe, im Meer stehende Felsen aus Kalkstein, die nach dem Ayers Rock am zweithäufigsten fotografierte Sehenswürdigkeit Australiens. Bei der Einfahrt auf den Parkplatz staune ich dann nicht schlecht, denn hier stehen mindestens 100 Autos auf dem Parkplatz. Entsprechend „gut besucht“ ist es hier. Jetzt weiß ich, wo die Chinesen sind, die ich bisher praktisch nicht gesehen habe. Sie sind hier! Alle….! (Den weiteren Text für diesen Tag findest du im Blogbeitrag von Viktor)

 

Transportmittel 

7 Tage unterwegs- alleine in einem “Relocation”-Van, quer durch das australische Outback

 

Weitere Bilder & Infos

Hier findet ihr den ausführlichen Blogbeitrag zu dieser Reise von Nomadic Vic.

 

Verfasser der Reiseroute: Nomadic Vic 

Ich bin Viktor, 43, Reisejunkie, der gerne auch mal einen tollen Job kündigt, um sich seinen Kindheitstraum zu erfüllen. Mein erstes "Projekt" dauerte 385 Tage, führte mich über die Türkei, Russland, Asien und Südostasien nach Australien. Projekt 2 geistert schon in meinem Kopf und folgt demnächst...

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