Abseits vom Trubel mit dem Wohnmobil durch Bayern

 

Wir grübelten. Wohin im Hochsommer während der Schulferien? Mit genügend Abstand und schönen Ausflugszielen? Ein Freund gab uns den entscheidenden Tipp: Rund um Altötting und Passau ist ein entspannter Familien-Urlaub möglich.

Danke Max, dein Tipp war super! Alles hat sich auf einmal örtlich und zeitlich gut gefügt. Wir hatten eine schnelle Anfahrt aus München. Jeden Tag gab es etwas Neues zu entdecken. Das Wohnmobil war überall willkommen. 

 

 

1. Reisetag  |  München > Altötting  |  Kostenloser Wohnmobil- und Wohnwagenstellplatz in Altötting

Ein Tag vor Reisebeginn haben wir gepackt und beladen. Am Samstag Anfang August ging es los. Erst waren wir noch zum Geburtstagsbrunch bei meinen Schwiegereltern. Dann sind wir gestärkt über den Mittagsschlaf gen Osten gefahren. Das erste Ziel war der Dinopark im Schlosspark Tüssling. Doch leider war unser dreijähriger Sohn von den sich bewegenden und brüllenden Dinos ziemlich eingeschüchtert. Ganz anders als im Dinopark bei Ingolstadt, der ihm sehr gut gefallen hatte. 

 

In Altötting stellten wir uns zentral auf den kostenlosen Wohnmobil-Stellplatz. Zu Fuß waren die schönen Kirchen innerhalb weniger Minuten zu erreichen. Am frühen Abend hatten die Tagesausflügler die Stadt verlassen und wir konnten fast allein spazieren gehen. In der Basilika St. Anna spielte ein wunderschönes Orgelkonzert und das Eis vom Eiscafé La Piazzetta schmeckte richtig lecker. Den restlichen Abend haben wir wegen eines Sommergewitters im Wohnmobil verbracht. Wer möglichst ruhig stehen möchte, sollte mit Entfernung zum Sanitärhaus parken.  

 

Altötting listet hier Vorschläge für Spaziergänge in Altötting auf: https://www.altoetting.de/tourismus/entdecken-erleben/altoetting-erleben/

2. Reisetag  |  Burghausen |  Kostenloser Stellplatz in Simbach am Inn, Gollinger Straße 2

Vom Reisebloggerpaar Monika und Petar Fuchs (www.travelworldonline.de) bekam ich den Tipp in Altötting die Konditorei Schönstetter zu besuchen. Hier bäckt Angelika Huber, die 2013 deutsche Meisterin der Konditoren war. Es gibt auch noch eine Filiale in Burghausen, aber die Filiale in Altötting ist schöner eingerichtet. 

 

Für uns ging es weiter zur Burg Burghausen. Wir waren unter den ersten Besuchern, die sich noch die Parkplätze direkt an der Burganlage aussuchen konnten. Gemütlich sind wir die fast leere Anlage entlang spaziert. Etwa in der Mitte befindet sich auf rechter Hand ein Café. Unser Geheimtipp: links vom Café ist ein Durchgang durch die Burgmauer, der zu einer weiteren Terrasse führt. Hier hat man beim Konsumieren einen fantastischen Ausblick auf den Wöhrsee. Dieser Badesee hätte uns gereizt, aber das Wetter wurde leider zunehmend kühl und wolkig. 

 

Wir fuhren weiter auf einen Spielplatz mit Blick auf die Burg. (Lage: Gemeinde Hochburg-Ach, 5122, Österreich) Ich konnte kochen während unser Sohn spielte. Und eine Picknick-Bank am Spielplatz gab es auch. Alle waren happy!

 

Die geplante Wanderung zum Innspitz,  dem dreieckige Gebiet an der Mündung der Salzach in den Inn, haben wir wegen Dauerregen ausfallen lassen. Am Aussichtspunkt Inn-Salzachblick konnten wir wenigstens einen ersten Eindruck gewinnen. Übernachtet haben wir auf dem ruhigen und kostenlosen Stellplatz in Simbach. Bei gutem Wetter macht Kindern sicher ein Abstecher auf den Spielplatz Motorikpark Spaß. 

3. Reisetag  |  Bad Füssing  |  Campingplatz Max1

Weiter ging die Fahrt in den Thermal-Ort Bad Füssing. Wir parkten auf dem großen Privatparkplatz hinter der Pizzeria Abruzzo. Dort gönnten wir uns ein frühes üppiges Mittagessen. Anschließend spazierten wir in den Park, der mit einem tollen Piraten-Spielplatz aufwarten konnte. Auf dem Rückweg gönnten wir uns einen Kaffee im modernen Café O‘ La La des Hotels Wittelsbach.

 

Bad Füssing listet auf der städtischen Website viele Freizeitoptionen für Kinder auf: www.badfuessing.com/de/erlebnis/unterhaltung/freizeitmoeglichkeiten/interessantes-fur-kinder

 

Zahlreiche Thermalbäder locken in Bad Füssing, doch der Zugang für Kinder ist stark beschränkt. Wir entschieden uns deshalb auf den Wellness-Campingplatz Max1 zu gehen: https://www.campingmax.de/. Kinder dürfen auf dem Campingplatz in die beiden angenehm beheizten Thermal-Pools und auch in den Naturbadeteich. Der Zutritt in den Sauna und Spa-Bereich ist nur Erwachsenen gestattet. Wir sind nach einem frühen Abendessen Baden gegangen, während alle anderen zu Abend aßen. Mein Mann und ich gönnten uns abwechselnd eine Auszeit im Spa-Bereich. 

4. Reisetag  |  Bad Füssing  |  Campingplatz Max1

An diesem Tag regnete es in Strömen. Nasse Jacken und feuchte Handtücher sorgten für gewellte Bücher. Das Erlebniszentrum Haslingerhof hatte erst ab 14 Uhr geöffnet und gefiel uns dann überhaupt nicht. Umso unterhaltsamer war unser kleiner Abstecher zum Whisky-Hof, wo sich Spirituosen aller Art als Mitbringsel kaufen lassen. Ein Mini-Museum ist angeschlossen und einige Erzeugnisse können vor Kauf probiert werden. 

Außerdem hatte ich eine Gasflasche leer gekocht und so war ein Abstecher zum Baumarkt angesagt. Auch an diesem Tag gingen wir wieder zur Abendessenszeit baden. Und danach ließen wir den Abend im schönen Gastro-Bereich des Campingplatzes ausklingen. 

5. Reisetag  |  Passau  |  Hauseinfahrt bei Freunden

Das Sommerwetter kehrte zurück. Wir frühstückten diesmal, statt wie üblich im Wohnmobil, ausgiebig im Restaurant. Dann fuhren wir weiter zum Vogelpark Irgenöd. Dieser kleine Park überraschte uns an jeder Ecke aufs Neue. Ein Retro-Karussel am Eingang. Kuriose Vögel, Mini-Känguruhs, Riesen-Schildkröten, turnende Äffchen und ein Spielplatz mit Picknick-Bänken. Wer möchte kann am Eingang ein Kombi-Ticket kaufen, das auch für den Wildpark Schloss Ortenburg gilt. 

 

Nachmittags fuhren wir zu Freunden nach Passau. Beim gemeinsamen Grillen, Ratschen und Spielen verging die schöne Zeit viel zu schnell. 

6. Reisetag  |  Passau  |  Camping Mamming am Mossandlweiher

Nach einem ausgiebigen Brunch bei unseren Freunden fuhren wir weiter. Wir fanden nahe der Altstadt einen Parkplatz und liefen über die Bücke zum Dom. Wir beobachteten die Aufräumarbeiten nach den Überschwemmungen der letzten Tage. Für Kinder bietet Passau mehrere schöne Spielplätze am Flussufer. Nach einem Rundgang durch die Altstadt kehrten wir in das ausgefallene Café am Stephan’s Dom ein. Inspirationen für unseren Passau-Besuch haben wir auf diesem Reiseblog gefunden: https://www.lilies-diary.com/passau-reisetipps/

Nachmittags füllten wir die Lebensmittelvorräte auf. Unser nächstes Ziel war der Alpakahof Schreiber, um dort am Familientag teilzunehmen: https://alpakahof-schreiber.de/veranstaltungen/ Kinder und Erwachsene dürfen Alpakas streicheln und füttern. Außerdem kann gegen einen Unkostenbeitrag gebastelt werden und es gibt leckere selbstgemachte Pizza zu kaufen. Auch ein Kickerkasten lässt die Kinderherzen höher schlagen. Der Abend klingt mit Feuerschale und Stockbrot aus. 

Bei dem schönen Wetter wollten wir an einem Badesee übernachten um die Natur zu genießen. Auf unserem Weg lag praktischerweise der Campingplatz Mamming (https://campingplatz-am-mossandlweiher.business.site/). Hier kann man entweder auf klassischen Stellplätzen nahe am Mossandlweiher stehen oder wie wir durch die Parkschranke fahren (3 € extra) und zum ruhigen Fischweiher weiterfahren. Hier steht man autark direkt auf der Wiese ganz nah am Wasser. Ideal ist die Wahl eines Stellplatzes am See in der Nähe der Schranke, um die nahe liegende Autobahn nicht zu hören. Von dort aus ist man auch schnell rechts herum um den See gelaufen und kann an einem sauberen Kiesstrand im klaren Wasser baden. Oder man läuft genauso schnell zum Mossandlweiher und badet dort. 

7. Reisetag  |  Landshut  |  Camping Haselfurth

Am morgen frühstückten wir direkt am See. Wir wurden dabei von einem unternehmungslustigen Vogelküken besucht. Am Vormittag badeten wir fast alleine am idyllischen Kiesstrand des Fischweihers. Nach einem selbstgemachten Brotsalat entsorgten wir Grauwasser und Toilette. Dann fuhren wir während dem Mittagschlaf weiter. Ein weiterer Höhepunkt der Reise war der Besuch meiner Omi, also der Uromi meines Sohnes. Sie empfing uns herzlich und unser Junior durfte ausgiebig mit dem Rasensprenger toben. 

Übernachtet haben wir aus pragmatischen Gründen am Freizeitzentrum Haselfurth https://www.camping-haselfurth.de/. Dieser Campingplatz wird überwiegend von Dauer-Campern, Berufscampern und Tagesgästen besucht. Durchreisende Wohnmobilisten können auf dem Rasen vor dem Campingplatz übernachten. Uns hat der kinderfreundliche Badesee gefallen. Der Einstieg ist flach und Kinder können am Ufer ausgiebig sandeln und matschen. Das Wasser war sauber. Morgens und Abends war das Baden angenehm, aber tagsüber war es für unseren Geschmack zu voll. 

8. Reisetag  |  München |  Zuhause

Am Morgen gingen wir nochmal baden. Als sich am Vormittag das Gelände mit unzähligen Sonnenschirmen und aufblasbaren Badeinseln füllte sind wir wieder aufgebrochen. Letzte Reise-Etappe war die Geburtstagsfeier meines Schwagers im Süden von München. Am frühen Abend ging es wieder nach Hause.

 

Weitere sehenswerte Attraktionen in der Region

Zeit, Wetter und andere Umstände haben es leider nicht zugelassen, dass wir alle Sehenswürdigkeiten ansteuern konnten, die uns interessiert hätten. Zukünftig möchten wir noch Folgendes besichtigen:

 

Verfasser des Reiseberichts: Carolin von Travel Shortcut

Ich bin die treibende Kraft hinter diesem Reiseblog. Mein Mann und ich reisen seit vielen Jahren in alle Welt. Ab der Geburt unseres Sohnes haben wir unseren Reisestil deutlich verändert. Komfort und Flexibilität ist uns wichtiger geworden. Nach unserer Erfahrung klappt das Reisen mit Kind besonders gut, wenn man vorausplant und sich vor Ort viel Zeit lässt.

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